Metropolregion Rhein-Neckar

Geschichte und Zahlen

Geschichte der Verbandsgemeinde und ihrer Ortsgemeinden

Die Verbandsgemeinde Waldsee ist im Zuge der Verwaltungsreform im Juli 1972 durch Landesgesetz aus den bislang selbstständigen Gemeinden Waldsee und Otterstadt gebildet worden. Als Sitz der Verbandsgemeindeverwaltung wurde die größere Ortsgemeinde Waldsee bestimmt. Bis zur Kreisreform im Jahr 1969 gehörten beide Gemeinden zum Landkreis Speyer und seit dessen Auflösung im gleichen Jahr zum Landkreis Ludwigshafen.

Beide Gemeinden liegen am linken Rheinufer im vorderpfälzischen Tiefland. Geologisch umfasst das Verbandsgemeindegebiet die im Westen etwa 100 m über NN gelegene Flachlandzone, die mit ihren fruchtbaren leichten Böden in der Hauptsache landwirtschaftlich genutzt wird.

Der Rhein und das Rheinvorland haben die Entwicklung beider Gemeinden zu allen Zeiten maßgeblich mitgeprägt, vom Fischfang in den früheren Jahrhunderten, über die Landwirtschaft bis hin zur heutigen Nutzung als Naherholungsgebiete.

Verschiedene Bodenfunde im Gemarkungsbereich lassen darauf schließen, dass bereits um 2.000 v. Chr. Menschen sich in diesem Raum angesiedelt haben. Ebenso weisen Funde von römischen Gräbern und die durch die westliche Gemarkung verlaufene „Römerstrasse“ auf diese Ansiedlung hin.

Otterstadt und Waldsee sind wie viele umliegende Orte im 7./8. Jahrhundert von den Franken gegründet worden. Der ursprüngliche Siedlungsname von Waldsee wird mit „Walachisheim“ angegeben. Die heutige Schriebweise des Ortsnamens entwickelte sich aus der umgangssprachlichen Form in mehreren Etappen, bis im Jahr 1792 der Name Waldsee erstmals zu finden ist. Die erste Erwähnung von Otterstadt findet sich in einer Urkunde des Speyerer Bischofs Walther von 1020 in der Form „Odderstat“, aus der sich die heutige Schreibweise ableitet.

Die Geschichte der beiden Gemeinden ist eng verbunden mit dem Bistum Speyer. Für die zunächst fränkischen Orte unter kaiserlicher Gerichtsbarkeit wurde im Jahre 974 von Otto II. die Gerichtsbarkeit über das Bistum Speyer und damit auch über Otterstadt und Waldsee dem dortigen Bischof übertragen. In der Folgezeit (1065) ging auch die Landeshoheit über beide Orte an das Fürstbischöfliche Hochstift Speyer über. Otterstadt wurde vom Speyerer Bischof Rüdiger Hutzmann kurz vor dessen Tod im Jahre 1090 an das St. Guidostift in Speyer vermacht, in dessen Besitz es bis zum Jahre 1797 blieb, allerdings ist es in dieser Zeit unter den landesherrlichen Rechten des Speyerer Hochstifts geblieben. Verwaltet wurden beide Gemeinden von 1475 bis 1797 vom hochstiftlichen Unteramt Marientraut in Hanhofen.

Während der französischen Besetzung 1792 bis 1813 waren Waldsee und Otterstadt ab 1797 der französischen Republik angeschlossen. Anschließend kam eine kurze Zeit unter bayrisch-österreichischer Verwaltung bis zum Jahre 1816. In diesem Jahr wurde Speyer Regierungssitz des „Bayrischen Rheinkreises“, der 1838 in „Pfalz“ umbenannt wurde. Seit 1816 gehörten beide Gemeinden zum Bezirksamt Speyer. Das Recht zur Selbstverwaltung erhielten Otterstadt und Waldsee im Jahre 1817. die Zugehörigkeit zu Bayern blieb bis 1946 bestehen, bis die Pfalz dem neu geschaffenen Land Rheinland-Pfalz zugeordnet wurde.

Die Gemeinden im Wandel der Zeit

Aus den ehemals ärmlichen, landwirtschaftlich geprägten Gemeinden gingen im Zuge der Industrialisierung immer mehr Menschen als Arbeiter und Angestellten in die aufstrebenden Industriebetriebe in Speyer und insbesondere in Ludwigshafen.

Viele haben trotzdem die Landwirtschaft als sogenannte Feierabendbauern noch lange Zeit weiter betrieben. Mit zunehmenden Einkommen in der Industrie hat sich die Zahl der Nebenerwerbslandwirte bis auf heute einige wenige verringert. Auch die Zahl der Haupterwerbsbetriebe ging drastisch zurück von weit über 200 nach dem 2. Weltkrieg auf heute ca. 30 Betriebe. Auch wenn sich diese Zahl in den nächsten Jahren noch vermindern wird. Können die fruchtbaren Ackerflächen von den verbleibenden Betrieben bewirtschaftet werden. Viele dieser Betriebe haben sich im Außenbereich in sogenannten Aussiedlerhöfen angesiedelt und verfügen dort über die Hoffläche, die zur Unterbringung der großen Maschinen und Geräte erforderlich ist.

Der früher im großem Maße, besonders auch von den Nebenerwerbslandwirten betriebene Tabakanbau ist wegen seiner großen Arbeitskräfteintensität auf wenige Betriebe zurückgegangen. Stark zugenommen haben der Frühkartoffel- und Zuckerrübenanbau. Neben der guten Bodenqualität wird dieser Anbau unterstützt durch die Möglichkeit der künstlichen Bewässerung über die Beregungsanlagen des vorderpfälzischen Beregnungsverbandes, mit Wasser das aus dem Otterstadter Altrhein entnommen und in unterirdischen Leitungen zu den Feldern der einheimischen Bauern aber auch nach Schifferstadt, Dannstadt und bis nach Maxdorf gepumpt wird. Wegen sinkender Preise ist der Getreide-, Mais und Sonnenblumenanbau rückläufig.

Einige landwirtschaftliche Betriebe beginnen bereits, Flächen vorübergehend stillzulegen, was zur Zeit vom Staat unterstützt wird. Lukrativer scheint zur Zeit noch der Spargel- und Gemüseanbau zu sein, auf den sich einige Betriebe spezialisiert haben, allerdings ist diese Produktion wieder sehr arbeitsintensiv.

Wie sich die Landwirtschaft weiter entwickelt, ist schwer abzusehen. Die kleinen bäuerlichen Familienbetriebe mit Viehhaltung und einer breiten Anbaupalette sind bereits fast vollständig verschwunden, was nicht ohne Auswirkungen auf das früher bäuerlich geprägte Ortsbild bleibt.

In beiden Gemeinden sind leistungsfähige Gewerbe-, Einzelhandels- und Dienstleistungsbetriebe vorhanden, die eine gute örtliche Versorgung gewährleisten. Viele dieser Betriebe haben sich in den vorhandenen Gewerbebetrieb angesiedelt. Besonders zu erwähnen sind die Betriebe der Kiesindustrie, die durch Kiesabbau auf teilweise gemeindeeigenen Flächen spürbar die Finanzkraft der Ortsgemeinden verbessert, allerdings auch ihre Spuren in der Landschaft hinterlassen haben.

Der zunehmende Wohlstand der beiden Gemeinden zeigt sich an den zumeist schön hergerichteten Häusern, den gut ausgebauten Straßen und der schon frühen vollständigen Kanalisation. Die bereits Anfang der 60er Jahre in Otterstadt und Waldsee gebauten biologischen Kläranlagen, mit Auslauf in den Otterstadter Altrhein, waren bald überlastet und wurden inzwischen schon wieder abgerissen, weil seit 1990 das gesamte Abwasser über eine eigens gebaute 10 km lange Druckleitung zur Reinigung in die Kläranlage der Stadt Speyer gepumpt wird. Umfangreiche Regenrückhaltebecken wurden ebenfalls gebaut und tragen somit insgesamt zu einer spürbaren Verbesserung der Wasserqualität im Otterstadter Altrhein bei.

In den großen Neubaugebieten haben sich Einheimische aber auch viele Bürger aus den umliegenden Städten neuen Wohnraum geschaffen. Wegen der großen Nachfrage nach Baugrundstücken wurden in den vergangen Jahren Neubaugebiete in Otterstadt und Waldsee mit insgesamt ca. 450 Bauplätzen geschlossen. Weitere Neubaugebiete sind in Planung.

Dieser flächenmäßigen Ausdehnung an den Ortsrändern folgte in den letzten Jahren verstärkt die Erneuerung alter Anwesen, die Bebauung noch freier Flächen und der Ausbau von ehemals landwirtschaftlich genutzten Nebengebäuden in den Ortskernen. Beide Gemeinden haben einen Ortsentwicklungsplan aufgestellt und sind als Dorferneuerungsgemeinden anerkannt.

Für die Gemeinden stehen die Gestaltung der öffentlichen Flächen in den Ortsbereichen ständig auf der Tagesordnung. Beispielhaft seien der Königsplatz in Otterstadt, der Partnerschaftsplatz, der Schwanenplatz und der Kirchplatz in Waldsee genannt.

Nachdem in den letzten Jahren alle für moderne Gemeinden übliche infrastrukturellen Einrichtungen wie z. B. Grund- und Hauptschulerweiterungen, Sporthallenneubauten (12 x 24m, 18 x 36m und 20 x 40m mit Zuschauertribüne), Feuerwehrhaus, Kulturhalle und Remigiushaus, Sommerfesthallen (700 bzw. 2000 Sitzplätze), Bauhof, Jugendhäuser und Heimatmuseum geschaffen worden sind, wurde im Jahre 1988 der Bau eines neuen Rathauses für die Unterbringung der Verbandsgemeindeverwaltung beschlossen. Im Frühjahr 1993 konnte die Verwaltung, die vorher einschließlich Sitzungssaal in vier verschiedenen Häusern in Waldsee und Otterstadt untergebracht war, in das neue Rathausgebäude einziehen.

Zur Erfüllung des Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz wurden in Waldsee und Otterstadt jeweils ein weiterer Kindergarten errichtet, sodass auch auf diesem Gebiet allen Anforderungen optimal entsprochen wird.

Die Wasserversorgung wird im Bereich der Verbandsgemeinde vom Zweckverband Pfälzische Mittelrheingruppe Schifferstadt betrieben. In den Jahren 1992/93 errichtete der Zweckverband in Waldsee ein neues Wasserwerk, womit die Wasserversorgung für die nächsten Jahrzehnte bestens gesichert wird.

Dass die Menschen in Waldsee und Otterstadt auch zu feiern vermögen, ist weithin bekannt. An erster Stelle sind hier das traditionelle Heimat- und Karpfenfest in Otterstadt zu nennen, das jährlich am ersten Juli-Wochenende gefeiert wird und das Fischerfest in Waldsee am dritten Wochenende im Juli. Aber auch die vielen örtlichen Vereine, in denen die Bürger je nach Neigung Gleichgesinnte für die Freizeitgestaltung finden, verstehen zu feiern. In den Sommerfesthallen ist fast an jedem Wochenende was los. Für kulturelle Veranstaltungen stehen hervorragende Räume in der Kulturhalle Waldsee und im Remigiushaus in Otterstadt zur Verfügung. Auch die Kirchengemeinden haben Räume für Jugend- und Erwachsenenarbeit, wobei besonders das 1992 fertiggestellte neue Pfarrzentrum der kath. Pfarrgemeinde in Waldsee zu erwähnen ist, das in der alten Pfarrscheune in Verbindung mit dem alten Pfarrhaus in hervorragender gestalterischer Weise errichtet worden ist.
Die Sportvereine aber auch Gesang- und Musikvereine haben meist vorbildliche eigene Vereinsanlagen oder können auf das großzügige Angebot an gemeindlichen Sporthallen oder sonstigen Veranstaltungsräumen zurückgreifen. In Waldsee konnte dieses Angebot nach dem Umzug der Verwaltung in das neue Rathaus noch erweitert werden, denn das alte Rathaus wurde zu einem Vereinshaus umgebaut.

Diese Einrichtungen, das vielfältige dörfliche Leben und die wunderschöne Landschaft in den Rheinauen machen Waldsee und Otterstadt zu liebenswerten Gemeinden, deren Attraktivität als Wohngemeinden sich in der großen Nachfrage nach Baugrundstücken widerspiegelt.

In der Rheinauenlandschaft, an Baggerseen am Otterstadter Angelhofer Altrhein sind große Naherholungsgebiete mit Dauercampingplätzen und Badestränden entstanden, die in den Sommermonaten insbesondere in Waldsee erhebliche Verkehrsbelastungen in den Ortsdurchfahren mit sich bringen.

17.06.

Schwimmen m. Warmbadetag u. Gymnastik
AWO Hallenbad Römerberg
Otterstadt

19.06.

Tanznachmittag
AWO Vier Jahreszeiten
Waldsee

20.06.

Spielenachmittag für Senioren
AWO Altes Rathaus
Waldsee

20.06.

Seniorennachmittag m. Schafkopfturnier
AWO Remigiushaus
Otterstadt

21.06.

Tie-Break Turnier um Wanderpokal
Tennisverein 07 Vereinsgelände
Otterstadt

22.06.

Blaue Flagge
Jachtclub Otterstadt Vereinsgelände
Otterstadt

22.06.

Tie-Break Turnier um Wanderpokal
Tennisverein 07 Vereinsgelände
Otterstadt

23.06.

Blaue Flagge
Jachtclub Otterstadt Vereinsgelände
Otterstadt

23.06.

Tie-Break Turnier um Wanderpokal Ende der Medenrunde / Medenabschluss
Tennisverein 07 Vereinsgelände
Otterstadt

24.06.

Johannesgottesdienst am Flurkapellchen
Prot. Kirchengem.
Waldsee

24.06.

Johannisgottesdienst
Prot. Kirche Flurkapelle
Otterstadt

25.06.

Seniorenbeirat Waldsee
Seniorenbeirat Waldsee Altes Rathaus
Waldsee

26.06.

Gedächtnistraining
ev. Kirchengemeinde Ev. Gemeindehaus
Waldsee

27.06.

Gedächtnistraining 60 +
AWO Altes Rathaus
Waldsee

28.06.

Boule Turnier (Pétanque)
TG Vereinsgelände
Waldsee

28.06.-30.06.

Beachball-Turnier
TG Vereinsgelände
Waldsee

28.06.-30.06.

Kreuzgangfestspiele
CDU Fahrt nach Feuchtwangen
Waldsee

29./30.06.

Hafenfest
Segelgemeinschaft Vereinsgelände
Waldsee

29.06.

Biergartenfest mit Handkäse mit Musik
Hundefreunde Vereinsgelände
Waldsee

29.06.

Boule - Turnier
CDU Rüdigerstraße
Otterstadt

30.06.

Radtourzum Rehbachfest
PWV Neuhofen
Waldsee

01.07.

Schwimmen m. Warmbadetag u. Gymnastik
AWO Hallenbad Römerberg
Otterstadt

04.07.

Spielenachmittag für Senioren
AWO Altes Rathaus
Waldsee

04.07.

Stammtisch
Pferdefreunde Reginas Cafestübchen
Otterstadt

05.07.

Petanque-Ortsturnier
TG Waldsee Bouleplatz am Turnerheim
Waldsee

05.07.

Open Fire - Feuersehen statt Fernsehen
Naturspur Vereinsgelände
Otterstadt

06.07.-07.07.

Mini-Truck-Treffen
Sommerfesthalle
Waldsee

06.07.

Karpfenfest
Gemeinde/örtl. Vereine Sommerfesthalle
Otterstadt

07.07.

Karpfenfest
Gemeinde/örtl. Vereine Sommerfesthalle
Otterstadt

 
   
 

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